Bei den deutschen Jägern herrscht Krisenstimmung. Deutschlands oberster Grünrock, DJV-Präsident Heereman, zitierte erst kürzlich die Vorsitzenden der Landesjagdverbände zu einer außerordentlichen Beratung nach Bonn.Der Grund: Verbraucherschutzministerin Künast (Bündnis 90/Die Grünen) will das Bundesjagdgesetz reformieren. Und wie es aussieht, hat sie vor, von dem veralteten Machwerk aus der Feder des NS-Reichsjagdmeisters Hermann Göring wenig übrig zu lassen. mehr über die angekündigte Reform der Jagd in Deutschland
Anlässlich der Jagd auf arktische Wildgänse in Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat das Komitee gegen den Vogelmord auch im Winter 2002/03 umfangreiche Kontrollen in den Überwinterungsgebieten der Gänse durchgeführt. Dabei wurden erneut zahlreiche Verstöße gegen jagd- und naturschutzrechtliche Bestimmungen dokumentiert und zur Anzeige gebracht. Im Visier hatten die Komitee-Mitarbeiter vor allem solche Jäger, die trotz eindeutiger Verbote in Naturschutzgebieten auf überwinternde Wildgänse schossen. mehr über Jagd im Naturschutzgebiet
Vermarkten oder Schützen? Das ist die Formel, mit der man die Verhandlungen auf der 12. Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens im November 2002 in Santiago de Chile zusammenfassen kann. Während Artenschützer versuchten, Handelsverbote für bedrohte Arten durchzusetzen, forderte die Lobby der Tierhändler, Walfänger und Elfenbeinexporteure höhere Ausfuhrquoten und Kontingente für den Handel mit Papageien, Walen, Elefantenstoßzähnen und Reptilien. mehr über die Vetragsstaatenkonferenz zum Artenschutz
2.700 tote Vögel in Särgen geschmuggelt
Budapest: Am 31. Januar. 2003 entdeckten Zöllner an der ungarisch-rumänischen Grenze in einem italienischen LKW mehr als 2.700 tote Vögel, darunter Lerchen, Wiesenpieper, Finken sowie seltene Würger und Greifvögel. Versteckt war die heiße Ware in Särgen. Bei einer Routinekontrolle mit einem Röntgengerät fiel den Zöllnern auf, daß die Totenkisten randvoll mit geschützten Arten gefüllt waren. Die Schmuggelware hatte einen geschätzten Gesamtwert von 108.000 Euro und sollte vermutlich nach Italien gebracht werden, wo es einen großen illegalen Markt für Tiertrophäen gibt. Gegen die beteiligten Schmuggler wurde ein Verfahren wegen Verstoß gegen das ungarische Naturschutzgesetz eingeleitet
mehr über die Kurzmeldungen im Artenschutzbrief Nr.7
\"Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur. Horum omnium fortissimi sunt Belgae.\"(\"Gallien zerfällt in drei Teile; in dem einen leben die Belgier, in demzweiten die Aquitaner und im dritten die Völker, die in der Landessprache Kelten heißen, bei uns jedoch Gallier. Die Belgier sind von allen die tapfersten.) Mit den ersten Zeilen des Berichtes \"De Bello Gallico\" des römischen Feldherren Julius Caesar sollten einmal Eugen Tönnis\' Memoiren beginnen. Das Zitat war - natürlich scherzhaft - sein liebstes, denn in der Tat waren die belgischen Vogelfänger das unfreundlichste und hartnäckigste Völkchen, das ihm in seinem viel zu kurzen Leben begegnet ist. mehr über den Vorsitzenden des Komitees gegen den Vogelmord
Der Naturschutzbund hat denMauersegler zum Vogel des Jahres 2003 ernannt. Der schnittige Zugvogel ist aus den hochsommerlichen Großstädten Europas nicht wegzudenken. Mit sagenhafter Geschwindigkeit jagen die Tiere laut kreischend durch die aufgeheizten Häuserschluchten und sorgen auch für ein akustisches Sommergefühl. Als Gebäudebrüter repräsentiert er eine ganze Reihe von Kulturfolgern, denen in den immer steriler werdenden Städten eine ungewisse Zukunft bevorsteht. mehr über den König der Lüfte
Gelegentlich werden wir gefragt,
warum wir uns auch mit der Jagd
in Deutschland beschäftigen. Die
Zustände in Italien, Frankreich und
Malta, so die Meinung, sei doch
viel schlimmer.
mehr über die dubiose Europapolitik der deutschen Jagdlobby
Es mag den Vogelfängern in Brescia wie eine Invasion vorgekommen sein:Von September bis Dezember 2002 verbrachten über 250 Tierfreunde aus Italien und Deutschland ihre Zeit damit, Vogelfallen und Netze einzusammeln,Jäger zu kontrollieren und Wilderern aufzulauern. Noch nie haben so viele Naturfreunde eine so lange Zeit an den zahlreichen Aktionen teilgenommen.
mehr über das Zugvogelschutzcamp 2002 des Komitees in Italien
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