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Deutschlands Tierschmuggler Nr.1 weiter auf der Flucht

Ob geschmuggelte Gorillas und Schimpansen aus Afrika, frisch gewilderte Aras aus Peru oder Komodowarane aus Südamerika - Viktor Franck konnte fast alles liefern. 2001 bekam er dafür die Quittung: 3 Jahre Haft ohne Bewährung lautete derzeit das Urteil des Landgerichtes Frankfurt am Main. Die höchste Strafe, die je in Deutschland für Straftaten im Bereich Artenschutz verhängt wurde. Der Skandal: Franck konnte sich kurz vor seiner Inhaftierung absetzen und ist seitdem auf der Flucht.

"Franck hat sich vermutlich ins Ausland abgesetzt, der hat doch überall auf der Welt Kontakte!", vermutet ein ehemaliger Vertrauter gegenüber dem Artenschutzbrief. Tatsächlich verfügte der 68jährige aus Seibersbach (Rhld.-Pfalz) vor seiner Verurteilung über ein weltweites Netzwerk von Fängern, Tierhändlern und professionellen Schmugglern, die ihm selbst vom Aussterben bedrohte Tierarten besorgten. Dabei hat F. nach Schätzungen den Bonner Komitees gegen den Vogelmord "mehrere Millionen Euro" umgesetzt. "Nicht umsonst wurde gegen ihn auch wegen Bildung und Rädelsführerschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt", weiß Komitee-Sprecher Axel Hirschfeld. Das F. sich seiner Haftstrafe entziehen konnte, halten die Naturschützer für einen handfesten Skandal. "Der Mann war sein halbes Leben lang in verschiedenen Verkleidungen im Ausland unterwegs - es bestand akute Fluchtgefahr!". Damit der 68jährige doch noch seine Strafe antreten kann, fahnden Polizei und Tierschützer nun mit Nachdruck nach Deutschlands Tierschmuggler Nr.1. Hirschfeld: "F. ist in der Szene bekannt wie ein bunter Hund, irgendjemand weiß bestimmt, wo er steckt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat das Komitee eine Belohnung von mindestens 2.500 Euro ausgesetzt. Fahndungsplakate mit Lebenslauf, Beschreibung und Fotos von F. werden von der Bonner Geschäftsstelle des Komitees auf Anfrage verschickt. Telefonische Hinweise richten Sie bitte an das Komitee unter 0228 - 66 55 21 (Axel Hirschfeld) oder das Polizeipräsidium Frankfurt/Main, K34, Telefon 069/7550.

19.10.2004 11:13:05



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