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Malta: Kürzung der Jagdzeiten für Zugvögel (12.09.2005)
Die Proteste deutscher und belgischer Vogelschützer gegen die Frühlingsjagd auf Malta zeigen erste Erfolge. Die maltesische Regierung hat Ende August 2005 im Rahmen einer Änderung des Jagdrechts die Fangzeiten für einige Singvögel erheblich gekürzt. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilte ist das Ende der Saison für den Fang von 7 Finkenarten mit großen Schlagnetzen vom ehemals 10. April auf den 31. Januar verlegt worden. Für die vom Fang betroffenen Erlenzeisige, Hänflinge, Buchfinken, Girlitze, Kernbeisser, Stieglitze und Grünfinken bedeutet dies eine erhebliche Kürzung der am 1.Oktober beginnenden Fangzeit um rund 70 Tage.

Zusätzlich wurde die Saison für die Zugvogeljagd vom Boot aus um rund einen Monat verkürzt. „Ein wichtiger Schritt für den Vogelschutz, der jedoch nur einen geringen Bruchteil der Jäger auf Malta betrifft.“, kommentiert Komiteesprecher Axel Hirschfeld. So wird die Vogeljagd auf Malta nach Angaben des Komitees hauptsächlich an Land und mit dem Gewehr ausgeübt, für die rund 12.500 an Land aktiven Jäger würden jedoch weiter die alten Jagdzeiten gelten. Insgesamt sind auf Malta weiterhin mehr als 30 z.T. akut im Bestand bedrohte Zugvogelarten zum Abschuss freigegeben. Besonders kritisch sehen die Vogelschützer die Bejagung von Turteltauben und Wachteln im Frühling. Hirschfeld: „Zu diesem Zeitpunkt sind die artspezifischen Winterverluste bereits aufgetreten; eine Bejagung wirkt sich direkt auf die Brutbestände aus“. Wie das Komitee mitteilte, wird der Verband seine Kampagne für einen besseren Zugvogelschutz auf Malta weiter fortsetzen. Nächster Termin ist die Übergabe von mehr als 200.000 Unterschriften für eine Petition gegen den nach wie vor legalen Vogelfang und die Frühlingsjagd auf Malta an EU-Umweltkommissar Stavros Dimas.
13.9.2005 15:04:57
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