(Quelle: KgdV)
Die Alpenpässe der Lombardei sind die niedrigsten des Gebirgszuges und damit eine ideale Zugroute für die transalpinen Zugvögel. Abermillionen Singvögel überqueren hier die Berge, um zu ihren Überwinterungsquartieren bzw. zu ihren Brutgebieten zu gelangen. Das wissen vor allem die Jäger zu schätzen, die sämtlichen Pässe mit Schießbunkern zugebaut haben. Wenn im Herbst ein sonniges Wochenende bevorsteht, fahren Freitag Abends Tausende Bewaffnete mit ihren Jeeps und Allrat-Fiats ins Hochgebirge. Nach einer durchzechten Nacht eröffnen die Jäger mit dem ersten Morgenlicht das Sperrfeuer auf die Vogelschwärme. An solchen Tagen kommt kaum ein Vogel in den Ebenen südlich der Alpen an - alleine in der Lombardei werden an einem Wochende bis zu 250.000 Vögel, vor allem Drosseln und Finken, getötet - ganz legal! Zudem stellen die Jäger überall um ihre legalen Schießanlagen illegale Netze und Fallen auf, um ihre Lockvogelkäfige mit Vögeln zu bestücken. Kontrollen ergeben immer wieder, daß fast jeder Jagdscheininhaber nebenbei wildert. Besonders beliebt sind hierbei Rotkehlchen, die in Italien seit Jahrzehnten unter Naturschutz stehen.
EU-Richtlinie schützt Zugwege
(Quelle: KgdV)
30.7.2007 16:28:32
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