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Schmugglerin trug seltene Amazonen-Eier am Körper (15.09.2006 - Artenschutz - )

Wie das Hauptzollamt Frankfurt-Flughafen in seiner Halbjahresbilanz 2006 berichtet, wurde am 17. Februar 2006 bei der Kontrolle der Passagiere eines Fluges aus Sao Paulo (Brasilien) bei einer 43-jährigen Reisenden ein außergewöhnliches Schmuggelversteck am Körper festgestellt: Sie trug in einem Gürtel unterhalb der Brust 28 Vogeleier, von denen sieben bereits beschädigt waren. Die restlichen Eier wurden anschließend zur Feststellung der Art bebrütet.

Dass es sich dabei um sehr seltene und streng geschützte Diademamazonen (Amazona autumnalis diadema) handelte, wurde nach dem Schlüpfen der Jungtiere durch eine Genanalyse festgestellt. Zusammen mit der Brasilianerin wurde auch ihr Abholer, ein Tscheche festgenommen. Dieser war der Drahtzieher der Schmuggelaktion, ihm wurde wiederholter Schmuggel mit geschützten Tierarten nachgewiesen. Wie Recherchen des Komitees gegen den Vogelmord ergeben haben, hatte der Schmuggler kurz vor dem Aufgriff eine Verkaufsannonce ins Internet gestellt, in denen er seltene Papageienarten als angebliche Nachzuchten angeboten hatte. Er erhielt eine Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung und 3.000 Euro Geldstrafe.

Zur Halbjahresbilanz des Zollamtes Frankfurt-Flughafen geht es HIER.

weitere Informationen zur Arbeit des Zolls gegen die Artenschutzkriminalität erhalten sie auf der Homepage des Zollkriminalamtes.


29.9.2006 14:39:39



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