Weiße Weihnacht ist für viele unserer einheimischen Singvögel alles andere als romantisch. Garten- und Balkonbesitzer können ihnen im Winter mit einer maßvollen und ökologischen Fütterung helfen. Angst vor der Vogelgrippe braucht dabei niemand zu haben, so das Bonner Komitee gegen den Vogelmord. „Vom Futterhaus droht keine Gefahr! Wer in Notzeiten richtig füttert, kann einen ganz erheblichen Beitrag zum Überleben unserer Gartenvögel leisten“, erklärt Komitee-Experte Axel Hirschfeld. Wichtig ist nach Ansicht der Vogelschützer allerdings, dass ausschließlich in Notzeiten, - d.h. bei Minusgraden oder geschlossener Schneedecke - gefüttert und auf absolute Sauberkeit geachtet wird.
Bei der Auswahl der angebotenen Futtermittel sollte auf ökologische „Kost“ geachtet werden. So haben z.B. altes Brot, salzige Erdnüsse, gezuckerte Haferflocken oder Rosinen nichts am Futterplatz zu suchen. Stattdessen stellt handelsübliches Streufutter, ausgebracht an einer schnee- und regengeschützten Stelle, eine artgerechte und kostengünstige Alternative dar. Für Körnerfresser wie Finken, Meisen oder Sperlinge eignen sich darüber hinaus auch Sonnenblumenkerne, Nüsse aller Art sowie der klassische Meisenknödel. Mit ein bisschen Glück kann man dort auch den Vogel des Jahres 2006, den Kleiber beobachten, der sich oft an Meisenringen und -knödeln bedient. Weichfutterfresser wie z.B. Rotkehlchen, Zaunkönig, Amsel oder Drosseln freuen sich über Haferflocken, halbierte Äpfel oder Wildbeeren. Noch besser ist es, wenn im Garten zusätzlich auch natürliche Nahrungsquellen wie z.B. Laub- und Komposthaufen, Wildkräuterstauden oder die auch als „Vogelbeere“ bekannten Ebereschen vorhanden sind.

Unter der Telefonnummer 0700 864 356 673 hat das Komitee zusätzlich eine Telefon-Hotline eingerichtet, bei der sämtliche Fragen zum Thema Winterfütterung beantwortet werden.
29.9.2006 15:00:14
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