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und Links zu Vogel- und Artenschutzprojekten in Deutschland und Europa. artenschutzbrief.de ist ein Projekt des Komitees gegen den Vogelmord e.V.
Obwohl die Bestände vieler Arten stark gefährdet sind dürfen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union insgesamt 82 Vogelarten legal bejagt oder gefangen werden. Das Spektrum der von Brüssel erlaubten Jagdmethoden reicht vom Singvogelfang mit Leimruten und Steinquetschfallen bis hin zum Abschuss mit modernen halbautomatischen Gewehren. Alles in allem werden so in Europa pro Jahr mehr als 100 Millionen Wildvögel – darunter mehr als 30 Millionen Singvögel – von Jägern abgeschossen und gefangen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Komitees über die Auswirkungen der legalen Jagd, bei der Daten aus insgesamt 27 Ländern ausgewertet wurden. Die in der renommierten Fachzeitschrift „Berichte zum Vogelschutz“ publizierte Untersuchung liefert glaubwürdige Belege für ein unglaubliches Massaker. mehr über die Veröffentlichung zur Vogeljagd
Deutschlands regelmäßigster „Kirchgänger“ ist konfessionslos. Aber weder Andacht, Predigt oder Kommunion locken ihn, noch Bach-Kantaten oder Krippenspiel – er kommt des schönen Turmes wegen. Die Rede ist vom Turmfalken – dem Vogel des Jahres 2007.
Der kleine Greifvogel ist ein echter Kulturfolger. Er brütet gerne in Gebäuden aller Art, vom bereits erwähnten Kirchturm bis hin zum Hochhaus, in großen Scheunen, an Fabrikhallen und historischen Stadtmauern, auf Funktürmen und Hochspannungsmasten. Aber auch seine natürlichen Brutplätze erfreuen sich großer Beliebtheit: Kaum ein Fels ohne Falke, und auch alte Krähen- und Elsternnester an Waldrändern oder in Feldgehölzen werden als Kinderstube genutzt. Er ist gerne Nachmieter, denn eigene Nester bauen kann er nicht.
mehr über Falco tinnunculus
Die Alpenpässe der Lombardei sind die niedrigsten des Gebirgszuges und damit eine ideale Zugroute für die transalpinen Zugvögel. Abermillionen Singvögel überqueren hier die Berge, um zu ihren Überwinterungsquartieren bzw. zu ihren Brutgebieten zu gelangen. Das wissen vor allem die Jäger zu schätzen, die sämtlichen Pässe mit Schießbunkern zugebaut haben. Wenn im Herbst ein sonniges Wochenende bevorsteht, fahren Freitag Abends Tausende Bewaffnete mit ihren Jeeps und Allrat-Fiats ins Hochgebirge. Nach einer durchzechten Nacht eröffnen die Jäger mit dem ersten Morgenlicht das Sperrfeuer auf die Vogelschwärme. An solchen Tagen kommt kaum ein Vogel in den Ebenen südlich der Alpen an - alleine in der Lombardei werden an einem Wochende bis zu 250.000 Vögel, vor allem Drosseln und Finken, getötet - ganz legal! Zudem stellen die Jäger überall um ihre legalen Schießanlagen illegale Netze und Fallen auf, um ihre Lockvogelkäfige mit Vögeln zu bestücken. Kontrollen ergeben immer wieder, daß fast jeder Jagdscheininhaber nebenbei wildert. Besonders beliebt sind hierbei Rotkehlchen, die in Italien seit Jahrzehnten unter Naturschutz stehen. mehr über das Urteil aus Norditalien
Trotz einer drohenden Klage der EU ist auf Malta erneut die Frühlingsjagd auf durchziehende Zugvögel freigegeben worden. Weil die kleine Inselrepublik damit gegen die Bestimmungen der EU-Vogelschutzrichtlinie verstößt, drohen ihr nun hohe Geldstrafen. Brüssels Umweltkommissar Stavros Dimas hatte Ende letzten Jahres eindeutig darauf hingewiesen, daß die Jagd auf heimkehrende Zugvögel nicht mit EU-Recht zu vereinbaren ist und deshalb verboten werden muss. Auf die Drohung aus Brüssel folgte prompt eine Erklärung des maltesischen Jagdverbandes: „Jeder, der unsere Traditionen wie Jagd und Vogelfang verbieten will, wird zuerst über eine Menge Leichen gehen müssen“, prophezeite Maltas Jägerpräsident Lino Farrugia damals düster. Die Drohung des Oberjägers kam offenbar an. Seit dem 10.April dürfen auf Malta wieder offiziell Zugvögel geschossen und gefangen werden. Schutzvorschriften werden von den Jägern meist dreist ignoriert. In den letzten Wochen seit Beginn der Jagdsaison haben Vogelschützer wieder zahlreiche geschützte Jagdopfer gefunden, darunter eine Steppenweihe, mehrere Rohrweihen, Turmfalken und Wespenbussarde. mehr über die Jagd auf seltene Weihen und andere geschützte Greifvögel auf Malta
Die Serie illegaler Greifvogelverfolgung in NRW reißt nicht ab. Nachdem seit Anfang Januar 2007 in den Kreisen Düren, Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis gewilderte Greife und Eulen entdeckt und mehrere Fallen sichergestellt wurden, haben Vogelschützer jetzt auch im Norden von NRWs Landeshauptstadt einen illegalen Habichtsfangkorb gefunden. mehr über den Fall aus Heiligenhaus-Hofermühle
Euskirchen/Düren: Eigentlich waren die Vogelschützer Alexander Heyd und Axel Hirschfeld am 5. Januar 2007 in der Feldflur bei Vettweiß-Disternich (Kreis Düren) auf einem Routine-Rundgang. Dabei stießen sie auf die Spuren eines kriminellen Wilderers, der mit einer Netzfalle und vermutlich auch mit Giftködern seltenen Greifvögeln nachgestellt hat. Mitten auf dem Acker nördlich des Feldweges „Erper Weg“ entdeckten die beiden Bonner zunächst einen offensichtlich vergifteten Mäusebussard, etwa 50 Meter daneben lag in einer kleinen Bodensenke ein Köder aus 10 Hühnereiern und Fleischresten. In einem nahen Feldgehölz fanden sie schließlich eine mit einer lebenden Brieftaube beköderte, aktive Falle für Greifvögel, einen illegalen Habichtsfangkorb mehr über die illegale Verfolgung von Greifvögeln in der Zülpicher Börde
Anfang Januar hat das Ständige Komitee der EU-Kommission für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH) beschlossen, das seit Oktober 2005 nur vorläufig verhängte Importverbot für wildgefangene Ziervögel permanent zu verlängern. Damit erfüllt die EU endlich eine langjährige Forderung des Komitees und seiner Partnerverbände nach einem Stopp der auch aus Sicht des Tier- und Artenschutzes skandalösen Importe. Bisher wurden pro Jahr etwa 3 Millionen Papageien, Sittiche, Tukane und Singvögel in den Tropen gefangen, um sie in Europa in Zoohandlungen und auf Vogelbörsen zu verkaufen mehr über diesen riesigen Erfolg für den Vogel- und Artenschutz
Am 13. Dezember 2006 hat die EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg ein Verfahren gegen Ligurien eröffnet. Die oberitalienische Region mit der Hauptstadt Genua hatte im Herbst 2005 den Star auf die Liste der jagdbaren Arten gesetzt, obwohl er nach EU-Recht in ganz Italien nicht geschossen werden darf.
mehr über weitere Verstöße gegen die Vogelschutzrichtlinie
Cochem/Bonn: Eine ungewöhnliche Entdeckung machte am Wochenende eine Spaziergängerin in der Nähe der Ortschaft Roes (Landkreis Cochem-Zell). Mitten auf einem Feld fand sie einen flugunfähigen und stark abgemagerten Uhu. Per Handy alarmierte sie die Vogelpflegestation Kirchwald (bei Mayen), wo die rund 70 Zentimeter große Eule anschließend notversorgt und stabilisiert werden konnte. Bei einer eingehenden Untersuchung des Tieres stellte Stationsleiterin Helga Steffens fest, daß im linken Flügel des Tieres mehrere kugelartige Fremdkörper steckten. „Wir hatten sofort den Verdacht, daß auf den Vogel geschossen wurde“, so Steffens. Eine Untersuchung in einer Mayener Tierarztpraxis lieferte heute den Beweis: Gegen 14:00 Uhr wurden insgesamt drei Schrotprojektile aus Flügel und Oberschenkel des Tieres operativ entfernt. Damit ist klar: Ein unbekannter Wilderer hat versucht, den streng geschützten Vogel zu töten mehr über die versuchte Eulen-Wilderei in der Eifel
Bocholt/Bonn: Innerhalb weniger Stunden sind gestern auf dem Betriebsgelände der Backfabrik Sinnack in Bocholt wieder Dutzende Lach- und Silbermöwen von Jägern getötet worden. Vogelschützer, die die Jagd mit einer Videokamera dokumentiert haben, sprechen von einem regelrechten Massaker, bei dem die Schützen offenbar auch gegen Vorschriften des Landesjagdgesetzes verstoßen hätten. mehr über die umstrittene Möwenjagd am Niederrhein
Villeneuve-les-Avignon/Bonn. Am Wochenende wird im französischen Zentralmassiv wieder die Singvogeljagd mit Steinquetschfallen eröffnet. Eine Falle besteht aus einer kiloschweren Kalksteinplatte, die mit einer Konstruktion aus kleinen Ästen aufgestellt und mit Beeren beködert wird. Vögel, die davon fressen wollen, berühren die Stöckchen und werden unter der herabfallenden Platte begraben. Opfer dieser steinzeitlichen Jagdmethode sind vor allem Drosseln und Buchfinken, aber auch gefährdete Arten wie Wiesenpieper, Feldlerchen und Blaumerlen werden erbeutet. Nach Schätzungen des Bonner Komitees gegen den Vogelmord werden in den Départements Lozère und Aveyron bis zu 120.000 Quetschfallen aufgestellt, in denen ungezählte Tiere verenden. mehr über die brutale Jagd mit den Steinfallen
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