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und Links zu Vogel- und Artenschutzprojekten in Deutschland und Europa.

artenschutzbrief.de ist ein Projekt des Komitees gegen den Vogelmord e.V. 



Jagdruhe am Ballermann: Zugvogelschutz auf Mallorca - Peter Maffay macht mit (Vogelschutz / 20.07.2008)

No-Go Area für Jäger: Jagdschutzgebiet auf Mallorca (c) Komitee gegen den Vogelmord / info@komitee.deMallorca – die Lieblingsinsel der Deutschen – ist europaweit für seine Gastfreundlichkeit, das Strandleben und seine üppige Natur bekannt. Kaum ein Reiseführer erwähnt jedoch, dass die Balearen aufgrund ihrer Lage auch für den Vogelzug von enormer Bedeutung sind und dass spanische Jäger dort in jedem Herbst Hunderttausende der gefiederten Gäste abschießen oder mit Lockvögeln in hauchdünne Fangnetze lotsen. mehr über die Vogeljagd auf den Balearen

Texel: 3.000 Wildgänse mit Gas getötet / Kadaver nach Deutschland verkauft ? (19.6.2008 - Tierschutz / Vogelschutz )

Verladung gefangener Graugänse auf Texel (Den Burg 14.6.2008, Copyright: Faunabescherming)Haarlem/ Bonn. Auf der niederländischen Nordseeinsel Texel haben
Behörden in den letzten Tagen Tausende Wildgänse von einer Firma mit
Netzen einfangen und anschließend mit Kohlendioxid vergasen lassen.
Naturschützer haben das Treiben vor Ort dokumentiert und sprechen von
einem beispiellosen Tierschutz-Skandal. Wie Beobachter des Bonner
Komitee gegen den Vogelmord und der Vereinigung Faunabescherming
mitteilen, wurden in den letzten zwei Wochen von Mitarbeitern der Firma
„Duke Faunabeheer“ bei 6 Fangaktionen etwa 3.000 Tiere
zusammengetrieben, in LKWs verladen und an einen unbekannten Ort
verfrachtet. mehr über die Tötungsaktion im Wattenmeer

Leibwächter für Zugvögel - Bericht vom Vogelschutzcamp auf Malta (Vogelschutz 15.4.2008)

Polizist mit angeschossener Rohrweihe (C) Axel Hirschfeld/ Komitee gegen den Vogelmord e.V.Um die maltesischen Wilderer daran zu hindern, weiter auf geschützte Zugvögel zu schießen, hat das Komitee gegen den Vogelmord im Herbst 2007 ein internationales Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel organisiert. Zehn Gruppen, bestehend aus erfahrenen Aktivisten und Ornithologen, waren vom 15. bis zum 23. September im Einsatz, um die Rastplätze der Zugvögel zu überwachen und illegale Abschüsse sofort an die Polizei zu melden. Die Aktion war die größte ihrer Art, die bisher auf Malta stattfand, und wurde in enger Zusammenarbeit mit der maltesischen Umweltpolizei und lokalen Umweltverbänden durchgeführt. mehr über die Ergebnisse des Vogelschutzcamps auf Malta

NRW: Unbekannter schießt seltene Kornweihe vom Himmel

Mit Schrot abgeschossene Kornweihe aus dem Kreis Heinsberg (NRW), (c) Komitee gegen den Vogelmord Februar 2008Naturschützer sind schockiert: Ein unbekannter Täter hat bei Hückelhoven (Kreis Heinsberg) einen der seltensten Greifvögel Deutschlands, eine Kornweihe, abgeschossen. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurde der tote Vogel in der letzten Woche frischtot in der Feldflur zwischen Altmyhl und Gerderath von Mitarbeitern des Verbandes entdeckt. „Bei der Untersuchung des Kadavers fiel uns eine Wunde im rechten Flügel des Tieres auf, die wir als Schussverletzung deuteten“, so Komiteevorsitzender Heinz Schwarze. Eine Röntgenaufnahme in einer Bonner Tierarztpraxis bestätigte am Freitag den Verdacht. Der Vogel wurde erlegt – und zwar mit einer Schrotflinte. mehr über die Greifvogelwilderei in NRW

Kritik am Jagdtourismus (Artenschutz 05.02.2008)

Jäger mit geschossenen Gänsen in Buenos AiresNaturschützer haben die auf der Dortmunder Messe Jagd & Hund präsentierten Angebote für Jagdreisen nach Südamerika scharf kritisiert. Deutsche, spanische und amerikanische Jagdtouristen - so der Vorwurf des Komitees gegen den Vogelmord und seines Partnerverbandes Aves Argentinas - töten in der argentinischen Provinz Buenos Aires jedes Jahr Zehntausende überwinternder Wasservögel, darunter auch seltene und vom Aussterben bedrohte Arten. Angelockt durch Angebote auf der Messe im Ruhrgebiet fliegen deutsche Jäger nach Angaben der Vogelschützer scharenweise in die argentinische Hauptstadt, um in der Umgebung auf Vögel zu schießen. Zitat aus einer Broschüre der Agentur Westfalia Jagdreisen: Es gibt kaum einen anderen Ort auf Erden, an dem eine so große Federwildstrecke wie hier erzielt werden kann. Flugwildjäger aus der ganzen Welt kommen nach Argentinien, um endlich aus dem Vollen zu schöpfen. mehr über die deutschen Jagdtouristen

Malta: Streit um Frühlingsjagd geht weiter - EU Kommission bereitet Klage vor (Vogelschutz 31.01.2008)

Beamte der A.L.E (Umweltpolizei) suchen vor Maltas Küste nach WilderernDer Streit zwischen der EU und Malta wegen der umstrittenen Frühlingsjagd auf Zugvögel geht in die letzte Runde. Nachdem EU-Umweltkommissar Stavros Dimas die Vogeljagd im Frühling noch vor kurzem als Wahnsinn bezeichnet hatte, beschloss die Europäische Kommission gestern, ihre Rechtsabteilung mit der Vorbereitung einer Klage gegen Malta vor dem Europäischen Gerichtshof (EU-GH) in Luxemburg zu beauftragen. Hintergrund ist das in der Europäischen Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG) verankerte Verbot der Jagd auf im Frühling heimkehrende Zugvögel, gegen das Malta seit seiner Mitgliedschaft in der EU bisher jedes Jahr verstoßen hat. Damit wurden nicht nur die Bestände bedrohter Vogelarten, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Kommission als Hüterin der europäischen Umweltgesetzgebung gefährdet. mehr über den Streit um die Frühlingsjagd

Wer Vögel abschießt, schützt keine Fische - Ein Plädoyer für den Kormoran (- Artenschutz / 25.11.2007)

Vogelmord: Abgeschossener Kormoran im NSG Anklamer Stadtbruch (Mecklenburg-Vorpommern, Juli 2005)Bonn. In den letzten fünf Jahren haben Angler und Fischer in Deutschland mehr als 40.000 Kormorane erschlagen bzw. von Jägern abschießen lassen, weil sie die Vögel für ihre Ertragsverluste verantwortlich machen. Wissenschaftler des Deutschen Rates für Vogelschutz (DRV) haben diese Behauptung untersucht und erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen. „Der Kormoran kann nicht für fischereiwirtschaftliche Probleme in Deutschland verantwortlich gemacht werden“, kommentiert Dr. Hans-Günther Bauer, Präsident des DRV. Die Tatsache, dass sich der Vogel von Fisch ernähre, reiche als Begründung nicht aus, denn fast überall stehen die jeweils häufigsten Arten auf dem Speiseplan der Vögel. Bauer: „Eine Spezialisierung auf besonders gefährdete oder für Menschen besonders wohlschmeckende Arten gibt es nicht“. mehr über den sinnlosen Abschuss von Kormoranen in Deutschland

Naturschützer kritisieren Gänsejagd im Vogelschutzgebiet „Untere Havel“ (05.11.2007)

Gänseschwarm im HavellandStendal. Mitten in einem der wichtigsten Vogelschutzgebiete Deutschlands haben am Wochenende Jäger aus Brandenburg das Feuer auf überfliegende Wildgänse eröffnet. Mitarbeiter des Bonner Komitees gegen den Vogelmord hatten am Samstagnachmittag bei einer Kontrollfahrt eine Jagdgesellschaft mit rund 30 Personen in der Havelniederung südwestlich von Havelberg entdeckt. „Insgesamt sind etwa 50 Schüsse gefallen. Mindestens zehn Jäger standen dabei klar innerhalb des europäischen Vogelschutzgebietes Untere Havel“, berichtet Komiteesprecher Thomas Hellwig. Neben den getöteten und aufgescheuchten Gänsen seien durch die Jagd auch zahlreiche in dem Feuchtgebiet überwinternde bzw. rastende Kraniche, Kornweihen, Silberreiher und Seeadler erheblich gestört und zum Teil aus dem Gebiet vertrieben worden.

mehr über die Jagd auf Zugvögel in Schutzgebieten

Deutsche Vogelschützer überwachen Jagd auf Malta / Zugvogeljagd wieder eröffnet (Vogelschutz / 04.09.2007 )

Auf Malta geschossene Steppenweihe (Herbst 2006), (c) Jan Rodts LRBPO Valetta/Bonn. Um die Zugvogel-Wilderei im Mittelmeerraum weiter in die Defensive zu drängen veranstaltet das Bonner Komitee gegen den Vogelmord ab Mitte September ein großes Vogelschutzcamp auf den Inseln Malta und Gozo. Hauptziel der Aktion ist die Abschreckung potentieller Gesetzesbrecher durch eine rund-um-die-Uhr-Präsenz von Aktivisten in jagdlichen Brennpunkten und an den für den Vogelzug wichtigen Küstenabschnitten. Organisation und Durchführung der zehntägigen Operation erfolgen in enger Kooperation mit Nature Trust (Malta) und der maltesischen Sektion der International Animal Rescue (IAR) und in Abstimmung mit der maltesischen Polizei. Aufgabe der 22 Teilnehmer wird es sein, den Vogelzug für ausgewählte Arten exakt zu protokollieren und sämtliche Fälle von Wilderei per Telefon an eine Einsatzzentrale zu melden. mehr über den Großeinsatz auf Malta

Razzia bei angeblichen Züchtern - 300 illegale Vögel beschlagnahmt (02.08.2007 / Artenschutz)

Grünschenkel (Tringa nebularia), (c) Axel HirschfeldDie Polizei hat am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen eine Großaktion gegen den illegalen Tierhandel durchgeführt und einen Volltreffer gelandet. Wegen Verdacht auf illegalen Handel mit streng geschützten Vogelarten haben gestern rund 25 Beamte des Landeskriminalamtes und der Kreispolizei Steinfurt die Wohnungen und Grundstücke von zwei Tierhändlern aus Metelen kontrolliert. Dabei stießen die Polizisten nach Angaben des Bonner Komitees gegen den Vogelmord auf zahlreiche große Volieren, voll mit Hunderten artengeschützten Seeschwalben, Brachvögeln, Regenpfeifern und anderen Seltenheiten. Da viele Tiere nicht oder falsch gekennzeichnet waren und die Besitzer nicht in der Lage waren, die legale Herkunft der Raritäten nachzuweisen, wurden mehr als 300 Tiere, darunter Stelzenläufer, Mornellregenpfeifer, Wasseramseln, Wasserrallen, Tüpfelsumpfhühner, Brachschwalben und Rotkopfwürger von den Behörden beschlagnahmt und in ein Artenschutzzentrum gebracht. In einer Tiefkühltruhe wurden zudem 20 gefrorene Wasservogelkadaver sowie mehrere Eier entdeckt und sichergestellt. Nach Angaben eines Polizeisprechers sollen nun Gutachter klären, woher die Tiere stammen. mehr über den illegalen Handel mit bedrohten Limikolen

Neue Studie zur Zugvogeljagd in der EU: 102 abgeschossene Tiere

Berichte zum Vogelschutz Nr.42Obwohl die Bestände vieler Arten stark gefährdet sind dürfen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union insgesamt 82 Vogelarten legal bejagt oder gefangen werden. Das Spektrum der von Brüssel erlaubten Jagdmethoden reicht vom Singvogelfang mit Leimruten und Steinquetschfallen bis hin zum Abschuss mit modernen halbautomatischen Gewehren. Alles in allem werden so in Europa pro Jahr mehr als 100 Millionen Wildvögel – darunter mehr als 30 Millionen Singvögel – von Jägern abgeschossen und gefangen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Komitees über die Auswirkungen der legalen Jagd, bei der Daten aus insgesamt 27 Ländern ausgewertet wurden. Die in der renommierten Fachzeitschrift „Berichte zum Vogelschutz“ publizierte Untersuchung liefert glaubwürdige Belege für ein unglaubliches Massaker. mehr über die Veröffentlichung zur Vogeljagd

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